Neue Gesichter auf der WM-Bühne: Team Hösli vor WM-Premiere in Ogden City

Nach dem sensationellen WM-Triumph der Schweizer Frauen steht bereits das nächste Highlight an: Vom 27. März bis 4. April 2026 findet in Ogden City (USA) die Curling Weltmeisterschaft der Männer statt. Die Schweiz wird dabei erstmals vom Team um Skip Marco Hösli (CC Glarus) vertreten.

Neue Generation auf der WM-Bühne
In den vergangenen Jahren wurde die Schweiz auf internationaler Bühne vor allem von Teams aus Genf oder Bern Zähringer vertreten. Mit dem Team aus Glarus betritt nun eine neue Generation die WM-Bühne. Das Team des CC Glarus mit Marco Hösli (25, Skip), Philipp Hösli (24, Fourth), Simon Gloor (28, Second), Justin Hausherr (26, Lead) sicherte sich Ende Februar an der Schweizermeisterschaft in Bern den nationalen Titel und damit das Ticket für die Weltmeisterschaft. «Das ist sicher etwas Spezielles für uns. Wir freuen uns auf die Erlebnisse, auf gutes Eis, gutes Curling, starke Gegner und hoffentlich eine tolle Stimmung», sagt Skip Marco Hösli. Trainiert wird das Team von Rolf Hösli, Vater der beiden Hösli-Brüder, sowie von Claudio Pescia, Head of Sports von SWISSCURLING. Komplettiert wird das Quartett durch Ersatzspieler Jan Hess (28). Ihre WM-Premiere feiern die Schweizer in Ogden City – in jener Arena, die bereits 2002 im Rahmen der Olympischen Winterspiele von Salt Lake City genutzt wurde.

Kontinuierliche Entwicklung und internationale Erfahrung
In der aktuellen Formation spielt das Team seit drei Jahren zusammen, Simon Gloor stiess in der Saison 2023/24 dazu. Bereits 2019 feierten Marco und Philipp Hösli gemeinsam den Junioren-Vizeweltmeistertitel. Seit dem Übertritt in die Elite hat sich das Team national wie international kontinuierlich nach oben gearbeitet. 2021 gewann das Team erstmals eine Medaille (Bronze) an den Schweizermeisterschaften, 2022 und 2025 folgten Silbermedaillen. In diesem Jahr gelang schliesslich der grosse Durchbruch mit dem ersten Schweizermeistertitel. Auch international konnten die Glarner bereits Akzente setzen. Zwischenzeitlich stiess das Team bis auf Rang 9 der Weltrangliste vor und nahm an mehreren Grand Slam Turnieren teil. Aktuell belegt das Quartett Rang 18 der Welt und gehört damit zum acht bestklassierten Team im WM-Teilnehmerfeld. In der laufenden Saison gewann das Team das stark besetzte Baden Masters. Zudem qualifizierte es sich vier weitere Male für die Playoffs, woraus einmal ein 3. Platz resultierte. 

Daran ausgerichtet sind die Ambitionen des Teams: «Das Wichtigste ist, dass wir unsere Leistung abrufen können und gutes Curling zeigen. Die Playoffs liegen im Bereich des Möglichen, das ist unser Ziel. Aber das Feld ist extrem ausgeglichen, deshalb ist eine genaue Prognose schwierig», erwähnt Marco Hösli und ergänzt: «Wir sind ein sehr eingespieltes Team mit grossem Kampfgeist und einem starken Glauben an unsere Fähigkeiten.»

  • Team Schweiz: Jan Hess, Justin Hausherr, Simon Gloor, Philipp Hösli, Marco Hösli
  • Marco Hösli (Skip / Third)
  • Philipp Hösli (Fourth)
  • Simon Gloor (Second)
  • Justin Hausherr (Lead)
  • Jan Hess (Alternate)
  • Marco Hösli
  • Justin Hausherr
  • Philipp Hösli

Teams, Modus und Spielplan
Die Schweiz trifft in der Gruppenphase in dieser Reihenfolge auf folgende Nationen: Polen, Norwegen, Japan, Tschechien, Italien, China, Deutschland, Schweden, Kanada, Südkorea, Schottland und USA. Nach der Round Robin werden die sechs besten Teams der Rangliste ermittelt. Die erst- und zweitplatzierten Nationen ziehen direkt ins Halbfinale ein. Für die Teams auf den Plätzen drei bis sechs finden am Freitag, 3. April, Qualifikationsspiele (3 vs. 6 und 4 vs. 5) statt. Die Halbfinalspiele finden am selben Tag um 15:00 Uhr Ortszeit statt. Das Bronzespiel und das Finale werden am Samstag, 4. April, um 09:00 Uhr bzw. 14:00 Uhr ausgetragen. Die Zeitdifferenz zur Schweiz beträgt sieben Stunden, nach der Zeitumstellung am 29. März acht Stunden. Die Spiele der Schweiz können im Livestream bei SRF sowie auf The Curling Channel verfolgt werden.

An der WM nicht am Start sind die Olympiasieger um Skip Brad Jacobs aus Kanada, die sich an der nationalen Meisterschaft dem Team Dunstone geschlagen geben mussten. Ebenfalls fehlt der italienische Skip um Joel Retornaz, der sich als einziger Spieler seines Teams gegen eine Teilnahme entschieden hat. Er wird durch Stefano Spiller ersetzt, den Junioren-Weltmeister von 2025. Eine weitere prominente Absenz ist das schottische Team um Skip Bruce Mouat.

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