Emotionales und erfolgreiches Special Curling Turnier in Bern

Am 15. März fand in der Curlinghalle Bern – gleichenorts wo kurz zuvor unsere Olympiahelden um die Schweizermeistertitel spielten – das bereits 6. Special Curling Masters von Special Olympics Switzerland statt. Dabei erlebten Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung zusammen mit ihrem Team die Faszination Curling und kämpften um die Medaillen. Insgesamt nahmen 16 verschiedene Teams am speziellen und gelungenen Anlass teil.

Von den 16 Teams stammten 12 aus der Ostschweiz – fünf Teams vom CC Special Curling SanGalle, vier von ABA Amriswil, drei der Heilpädagogischen Schule St.Gallen – sowie je eine Mannschaft von PluSport Oberemmental, der Stiftung Sunneschyn Meiringen, vom Zemi Interlaken und die Gastgeber der Curlinghalle Bern. Alle Teams bestehen je aus 3 Spielern mit kognitiver Beeinträchtigung sowie einem sogenannten «Unified Partner» (Person ohne Beeinträchtigung), der jeweils auf der Position 2 spielt und auch als Coach der Mannschaft fungiert.  Alle Teams spielten zuerst im «Divisioning» (Teil der Sportphilosophie von Special Olympics um die Teams in möglichst gleichstarke Gruppen einzuteilen) drei Vorrundenduelle und wurden danach in 4er Gruppen für die Finalspiele eingeteilt. Nach dem Halbfinal ging es dann in der fünften und letzten Runde für alle TeilnehmerInnen um die Medaillen. 

In der stärksten Gruppe A gelang dem Team von ABA Amriswil 2 ein vielumjubelter Sieg gegen Special Curling SanGalle 4, den Titelverteidigerinnen. In der Gruppe B setzte sich Special Curling SanGalle 1 gegen die Gastgeber von Special Curling Bern im Final durch. Das Goldmedaillenspiel in der Gruppe C konnte die Stiftung Sunneschyn Meiringen gegen ABA Amriswil 3 für sich entscheiden und in der Gruppe D gewann die HPS St. Gallen Wald gegen ABA Amriswil 4 das letzte Spiel. Dank der speziellen Sportphilosophie von Special Olympics haben aber alle Teams in ihren insgesamt fünf Spielen an diesem Tag mehrere Ends und mindestens einen Punkt gewonnen.

Bei der Siegerehrung – die Medaillen wurden von der Direktorin für Bildung, Soziales und Sport der Stadt Bern, Ursina Anderegg, überreicht - waren überall glückliche Gesichter zu sehen. Das «üben» habe sich – ganz wie im Regelsport – eben ausbezahlt: Sie gehe alle 2 Wochen zum Curling-Training, berichtet eine Teilnehmerin stolz. Auch Organisator Sports Official und Technical Coordinator Curling von Special Olympics Switzerland, Kurt Hartmeier-Stamm, zog ein rundum positives Fazit: «Es gab viele spannende Spiele, grosse Emotionen und alle sind glücklich, mitgemacht zu haben. Nächstes Jahr wieder!» Sehr zur Freude von vielen Teilnehmern schloss – ganz nach schottischer Tradition (dem Ursprungsland vom Curling) - die Dudelsackgruppe «City of Berne Piping Society» den speziellen Anlass in der Curlinghalle von Bern würdig ab. 

Eventbericht 6. Special Curling Masters in Bern - zur Verfügung gestellt von Special Olympics Switzerland.