Brüderliche Unterstützung in Cortina

Yannick Schwaller darf in Cortina nicht nur auf die Unterstützung seiner Frau zählen, sondern auch auf jene seines jüngeren Bruders. Kim Schwaller (22) ergänzt das Männerteam als Ersatzspieler.

«Die Vorfreude ist riesig und es fühlt sich noch etwas unwirklich an», sagt Kim Schwaller. Sein Bruder ergänzt: «Er ist ein Top-Alternate. Wenn er nicht gut genug wäre, wäre er auch nicht mitgekommen. Es ist mega cool.» Kim Schwaller sammelte bereits vor zwei Jahren an der EM in Schottland sowie an der WM in Kanada Erfahrung als Ersatzspieler im Team seines Bruders. Im Sommer 2025 wurde er über seine Nomination informiert, im Herbst folgte die offizielle Selektion. «Es bedeutet mir extrem viel», sagt Kim. «Mein Bruder war immer ein Vorbild für mich, trotz acht Jahren Altersunterschied. Diese Momente gemeinsam zu erleben, ist etwas ganz Besonderes.» 

Nähe, Rivalität und ein kleiner Streich
Die Brüder stehen sich sehr nahe, wohnen nur rund 20 Meter voneinander entfernt und sehen sich regelmässig. «Wir gehen zusammen ins Fitness, haben viele gemeinsame Interessen und sind uns ziemlich ähnlich. Daher gibt es immer viel zu reden», erklärt Yannick Schwaller. Kim beschreibt das Verhältnis schmunzelnd: «Es ist sehr freundschaftlich. Er ist ein guter Freund und gleichzeitig der grosse Bruder. Aber wenn wir Gegner sind, sind wir Gegner – dann wollen wir uns schlagen.» Dass ihr brüderliches Verhältnis auch Platz für Humor bietet, zeigte sich erst kürzlich. «Über Silvester war ich weg, und als ich zurückkam, waren 100 Ballons in meiner Wohnung», erzählt Kim Schwaller. «Ich fand es weniger amüsant, Yannick dafür umso lustiger.» Dieser verteidigt sich lachend: «Das war vor allem die Idee meiner Frau Briar.»

Themen