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Retten die Russen den Curling World Cup?

Am 17. Juni hat der WCF in einer Medienmitteilung bekannt gegeben, dass der Curling World Cup für die kommende Saison ausgesetzt wird. Dies, weil der chinesische Hauptsponsor sich nicht an den Vierjahres-Vertrag hält und Zahlungen ausblieben. Der Weltverband hat daraufhin den Vertrag aufgelöst und kann die Durchführung der Events auf einem akzeptablen Niveau nicht sicherstellen.

Am Donnerstag 20. Juni ist in einem Bericht von insidethegames zu lesen, dass der russische Curlingverband stark an einer Aufrechterhaltung der neuen Serie interessiert ist und dem WCF ein Angebot unterbreitet, welches den World Cup im Kalender lassen würde. So möchten die Russen angeblich je einen Anlass in Sochi und Dudinka durchführen.

Der Curling World Cup hat in seiner ersten Saison weltweit für Aufsehen im Fernsehen gesorgt und wurde von vielen Medien in die verschiedensten Länder getragen. Coaches, Fans und Athleten sind mit dem neuen Konzept zufrieden, schliesslich ist es auch eine interessante Möglichkeit für den Curlingsport neue Regeln zu testen. Trotz den Bemühungen konnten die Stadien kaum gefüllt werden, vor allem der Event in Omaha wurde vor praktisch leeren Rängen durchgeführt. 

Der World Cup wurde in den drei olympischen Diszplinen Herren, Frauen und Mixed Doubles durchgeführt. Beim ersten Event in Souzhou (China) und Omaha (USA) konnte sich das Mixed Doubles Duo Perret/Rios jeweils für den Final qualifizieren, die beiden Herrenteams De Cruz (Souzhou) und Schwaller (Omaha) verpassten eine Finalqualifikation. In Jönköping (Schweden) verpassten sowohl Perret/Rios, wie auch Schwaller den Final knapp. Die Schweizer Frauen erhielten keinen Platz für die ersten drei Austragungen, doch das Team um Silvana Tirinzoni qualifizierte sich mit dem Weltmeistertitel für den Grand Final in Peking. Dort nahmen auch die Teams Perret/Rios, Schwaller und das Mixed-Doubles Weltmeisterpaar 2018 Jäggi/Michel teil. Tirinzoni krönte ihre hervorragende Saison mit einem zweiten Platz. rm