News

angle-left Junioren WM: Die Schweizer Teams müssen kämpfen

Die Juniorinnen aus Luzern um Skip Selina Witschonke, Marina Loertscher, Elena Mathis, Anna Gut und Alternate Sarah Müller mussten in den ersten Begegnungen erfahren, wie hart die Konkurrenz im sibirischen Krasnoyarsk ist. Nach einem verrückten Startspiel gegen Schweden, in dem man zwischenzeitlich 5-9 zurücklag und dank drei gestohlenen Steinen in den letzten zwei Ends mit 10-9 gewann, folgte eine knappe 6-7 Niederlage gegen Russland und ein souveräner 10-2 Erfolg gegen Aussenseiter Ungarn. Die drei darauffolgenden Spiele gegen Norwegen (7-8), Korea (3-8) und Kanada (5-6) gingen teils sehr unglücklich verloren. Sarah Müller kam beim Spiel gegen Kanada zu ihrem WM-Debüt. So stehen die Luzernerinnen bei zwei Siegen und vier Niederlagen und brauchen noch Siege aus den letzten Spielen um der Schweiz den Ligaerhalt zu sichern. Für das von Mirjam Ott und Manuela Netzer gecoachte Team liegt aber auch noch eine Playoffqualifikation im Rahmen des Möglichen. Dafür bräuchte es Siege gegen Japan, Dänemark und Lettland und etwas Mithilfe von der Konkurrenz.


Anna Gut (links) und Elena Mathis bei der Wischarbeit (Foto: © World Curling Federation / Richard Gray)

Ähnlich sieht die Situation bei den Junioren aus. Die Schweizermeister 2019 aus Bern um Yves Stocker, Yves Wagenseil, Felix Eberhard, Marcel Gertsch und Alternate Marco Hösli stehen nach sieben Runden bei drei Siegen und vier Niederlagen. Sie starteten mit einer 3-7 Niederlage gegen Schweden und einem 8-3 Sieg gegen Italien in die Woche. In der dritten Runde lieferten sie sich mit dem kanadischen Team ein extrem spannendes Spiel mit viel Hin und Her. Am Schluss setzten sich die Kanadier mit 7-5 durch. Im folgenden Spiel setzte es eine überraschende Niederlage gegen Neuseeland ab, bevor ein spezielles Spiel gegen den Gastgeber Russland auf dem Plan stand. Von einer 4-0 Führung über ein 5-6 und 7-9 Rückstand retteten sich die Schweizer ins Zusatzend und stahlen dort um wenige Zentimeter den Sieg. Neben dem ereignisreichen Spielverlauf gaben vor allem diverse vom Umpire geahndete Hog-Line Vialotions zu reden, welche bei beiden Teams zu aus dem Spiel genommenen Steinen führten. Einem Sieg über die USA liessen die von Rodger Schmitt und Martin Rios gecoachten Curler eine klare 2-7 Niederlage gegen Schottland folgen. Auch für die Herren ist der Ligaerhalt noch nicht gesichert, die Playoffs scheinen jedoch ausser Reichweite. Die letzten beiden Partien spielen die Schweizer gegen Norwegen und Deutschland.


Yves Stocker voll konzentriert (Foto: © World Curling Federation / Richard Gray)