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ECC: Herren scheiden trotz Sieg aus - Frauen bleiben perfekt und treffen im Halbfinale auf Deutschland

Es ist eine wahre Freude was die Aarauerinnen diese Woche im Schweizer Dress hinlegen. Auch das letzte Spiel der Round Robin gegen die Titelverteidigerinnen aus Schottland können Silvana Tirinzoni, Alina Pätz, Esther Neuenschwander und Melanie Barbezat gewinnen - dieses Mal erst im Zusatzend. "Wir haben Geduld bewiesen und das hat sich ausgezahlt", analysiert Tirinzoni den Sieg nach dem Spiel. "Wir versuchen genauso weiterzuspielen wie bisher." Morgen im Halbfinale warten die Deutschen Frauen, welche die letzten drei Begegnungen - inklusive gegen die Schweiz - allesamt verloren haben. "Wir sind uns aber bewusst, dass es ein Halbfinale an einer Europameisterschaft ist und es nicht ganz genau gleich sein wird", sagt Tirinzoni vor dem Spiel am Freitag um 13.00 Uhr, welches live auf SRF zwei zu sehen sein wird. Wenn die Schweizerinnen so weiterspielen, wie bis jetzt, stehen ihre Chancen auf den Finaleinzug gut. "Wir hoffen auf möglichst viel Unterstützung vor Ort und vor dem TV", sagt Chef Leistungssport Andreas Schwaller.

Der Traum der Herren von der siebten Medaille beim siebten internationalen Grossanlass ist derweil ausgeträumt. Bereits nach dem Draw Shot vor dem Spiel war klar, dass es kein Szenario mehr geben würde, indem die Schweizer noch den vierten Rang erreichen könnten. "Nicht der Draw Shot hat uns die Playoff-Teilnahme gekostet. In ein bis zwei Spielen konnten wir unsere Leistung nicht abrufen, was uns enttäuscht", erklärt Skip de Cruz nach dem Sieg über die Norweger. Die Schweizer Herren des CC Genf beenden die EM auf Rang 6 und qualifizieren die Schweiz somit für die Weltmeisterschaft in Lethbridge, Kanada im April 2019. Auf Kosten der Schweiz und auch Norwegen können sich die Deutschen für die Playoffs qualifizieren. In den Halbfinals unterliegen sie den weiterhin ungeschlagenen Schweden mit 3-6. Das Team von Niklas Edin trifft im Final auf Schottland, welches sein Halbfinal gegen Italien im Zusatzend für sich entscheiden konnten. 

Foto: WCF / Alina Pavlyuchik