News

Elite: Sieg von Uzwil in Perth - Finalniederlage am World Cup für Team Perret / Rios

Ein weiteres erfolgreiches Wochenende für das Schweizer Curling ist in den Büchern.

In Perth am City of Perth Ladies International nehmen vier Schweizer Teams teil. Während sich in der ausgeglichen Gruppe A das Team Schori mit 3 Siegen direkt für das Halbfinale qualifizieren kann, bleibt das Juniorinnen Nationalteam um Raphaela Keiser mit 2 Siegen in der Gruppenphase hängen. In der Guppe B kann Team Fellmann ein Spiel gewinnen, während das Team Uzwil um Skip Ursi Hegner durchzieht und 5 Siege aufzuweisen hat. Sowohl Hegner gegen EM-Bronze-Team Jentsch (Deutschland), wie auch Schori gegen Ramsfjell (Norwegen) gewinnen ihre Halbinfals und ermöglichen den reinen Schweizer-Final. Dort bestätigen die Uzwilerinnen mit Claudia Baumann, Nina Ledergerber, Ursi Hegner und Michèle Jäggi ihre gute Form an diesem Wochenende und setzen sich schlussendlich klar mit 7-2 gegen die Limmatalerinnen durch.

In Omaha USA kommt es zum zweiten Teil der neuen Curling World Cup-Serie der World Curling Federation. Beim Curling World Cup gelten etwas andere Regeln - ein Sieg gibt drei Punkte, eine Niederlage keine Punkte und ein Unentschieden nach 8 Ends führt zur Aufteilung der Punkte. Gespielt wird kein Zusatzend, sondern ein Shootout mit einem Stein. Das Team, welches näher am Button ist, sichert sich einen zweiten Punkt. Weiter wird die Thinking Time (Zeit läuft nur, wenn kein Stein gespielt wird) pro End gewertet, was dazuführt, dass jedes End schneller gespielt wird und es keine langen Diskussionen mehr geben kann. Zudem wird in zwei Vierer-Gruppen eine doppelte Round Robin gespielt, wobei jedes Team in jedem Duell einmal mit dem letzten Stein und einmal ohne den letzten Stein ans Werk geht.

Die Schweiz hat sich aufgrund der Nationenwertung einen Platz bei den Herren und beim Mixed Doubles gesichert. Bei den Herren tritt das junge Team Bern Zähringer um Skip Yannick Schwaller an den Start. In der Gruppe mit Schweden (Niklas Edin), Norwegen (Thomas Ulsrud) und Japan (Yuta Matsumura) erreichen sie zwei Siege aus sechs Spielen und scheitern somit in der Gruppenphase. Der Sieg bei den Herren geht in einem Re-Match des Olympiafinals zwischen Team Shuster (USA) und Team Edin erneut an die Amerikaner.

Im Mixed Doubles gehören die Olympiazweiten Jenny Perret und Martion Rios zu den Favoriten. Dieser Rolle werden sie mehr als gerecht - in der Gruppe mit Kanada, Korea und Schweden gewinnen sie sämtliche Partien (die erste gegen Kanada im Shootout) und qualifizieren sich als Gruppensieger für das Finale gegen die Olympiadritten aus Norwegen. Nach einem Start nach Mass und vier Steinen im ersten End finden die Norweger mehr und mehr ins Spiel und zeigen hochklassiges Curling. Unser Team, welches unter dem CC Glarus startet, beginnt zu hadern und es schleichen sich Fehler ein, was dazu führt, dass die Norweger die Partie mit mehreren Steals drehen können. Nach einem Viererhaus für Norwegen in End 7 geben Perret/Rios beim Stand von 5-10 auf und beenden den World Cup auf dem guten zweiten Rang. "Wir spielten einfach kein gutes Curling", sagt Rios zur Leistung des Teams im Finale. "Sie (Norwegen) haben verdient gewonnen." Damit schaffen sie für die Schweiz eine gute Ausgangslage sich über die totalen Punkte an den ersten drei Teilen des World Cups für den Finale im Mai in Peking zu qualifizieren. 

Der dritte Teil des Curling World Cups findet in Schweden (Jonkoping) Ende Januar statt. Die Schweizer Farben werden vom Sieger des Schweizer Cups (Biel, 21.-23. Dezember) vertreten.