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ECC: Rang 1 und Startrekord für Frauen - Sehr dünne Luft bei den Herren

Alina Pätz, Skip Silvana Tirinzoni, Esther Neuenschwander, Melanie Barbezat, Marisa Winkelhausen und Coach Manuela Kormann haben einen regelrechten Lauf. Mit Sieg Nummer 8 stellen sie einen neuen Schweizer EM-Startrekord auf und überbieten damit den Bestwert von Mirjam Ott aus dem Jahr 2013. "Vom Rekord haben wir aus den Medien erfahren", erklärt Silvana Tirinzoni nach dem Sieg im Abenspiel über Deutschland, in dem ein Viererhaus im sechsten End nach einem Fehlstein von Skip Daniela Jentsch für die Entscheidung sorgte (Spielzusammenfassung SRF). "Der Rekord freut uns sehr." Für den Rekord musste im Morgenspiel auch Lettland geschlagen werden. "Wir spielen bis jetzt sehr konstant und sind zufrieden mit unserer Leistung", sagt Second Esther Neuenschwander nach diesem Spiel. Sie ist sich aber bewusst, dass die wichtigen Spiele erst noch folgen. "Dann wollen wir unser bestes Curling auspacken. Deshalb nehmen wir schon jetzt jedes Spiel so, als wäre es ein Medaillenspiel." Und diese Taktik scheint aufzugehen. Zum Abschluss der Round Robin treffen die Schweizerinnen morgen auf Schottland, bevor es im Halbfinale am Freitag dann ernst gilt.

Ganz anders die Gemütslage bei den Schweizer Herren. Das Team vom CC Genf um Skip Peter de Cruz liefert sich einen heissen Fight mit den deutschen Nachbarn. Am Ende lassen sich die Deutschen im letzten End ein Dreierhaus notieren und ziehen den Schweizern im Klassement davon. "Wir haben zu viele Chancen verpasst", sieht Benoît Schwarz den Grund für die erste Niederlage nach drei Siegen in Serie. Die Schweizer fallen damit auf Rang sechs zurück und können sich nicht mehr aus eigener Kraft für die Halbfinals qualifizieren. Es bestehen aber immer noch Chancen - wenn die Schweiz morgen im TV-Spiel um 08.00 Uhr Norwegen besiegt, Schweden gegen die Deutschen gewinnt und die Schweizer nach den beiden Draw Shots morgen den besten Durchschnitt der Teams Norwegen, Deutschland und Schweiz haben. Mehr denn je gilt es also für jeden Schweizer Curling-Fan Daumen drücken!

Foto: WCF / Stephen Fischer