News

angle-left Biel-St. Gallen (Juniorinnen) und Lausanne-Olympique 1 (Junioren) Schweizermeister 2020!

Zwei neue Schweizermeister in Adelboden gekrönt. Mit Biel-St. Gallen (Sarah Müller (Skip), Malin Da Ros, Marion Wüest, Eveline Matti, Laura Engler und Coach Meico Oehninger) und Lausanne-Olympique 1 (Anthony Petoud, Jan Klossner (Skip), Pablo Lachat, Theo Kurz, Coach Patrik Loertscher und Coach Kevin Froidevaux) gewinnen zwei neue Teams ihren ersten Schweizermeistertitel nach packenden Finalspielen. Sie werden die Schweiz im Februar 2021 an den Junioren Weltmeisterschaften in Peking (China) vertreten.

Die Medaillengewinner an der Schweizermeisterschaft 2020 in Adelboden. (Foto: © Céline Stucki Photography)

Trotz den speziellen Umständen mit dem COVID-19 und den geschlossenen Türen der Sport Arena Adelboden konnten die Organisatoren eine perfekte Schweizermeisterschaft garantieren. Zusammen mit PeakCurl wurden sämtliche Partien von allen Rinks live auf Youtube der Curlingwelt zugänglich gemacht, sodass doch sämtliche Familien, Freunde und Curlingbegeisterte Teil des wichtigsten Nachwuchsevents der Saison sein durften.

Nach der Round Robin qualifizierten sich bei den Juniorinnen die Teams Lausanne-Olympique Gstaad (Celine Schwizgebel, Ophélie Gauchat, Anaëlle Ciganek, Emma Suter (Skip) und Coach Jean-Philippe Suter) und Baden-Limmattal (Skip Xenia Schwaller, Anina Loritz, Nadja Hophan, Alexia Hengsberger, Anina Greter, Lisa Gugler, Coach Andreas Zbinden und Coach Claudia Zbinden) für das vordere Page Playoffspiel. Ein Dreierhaus im fünften End lenkte das Spiel in die Bahnen der Equipe von Emma Suter und ein 6-5 Sieg sicherte den Lausannerinnen den Finalplatz. Schwallers Team bekam eine zweite Chance für den Finaleinzug gegen den Sieger des 3vs4-Spiels. Nachdem in diesem Biel-St. Gallen nach früher klarer Führung, zwischenzeitlichem Rückstand und am Schluss doch einem 7-5 Sieg gegen Interlaken-Bern (Skip Fabienne Rieder, Selina Gafner, Tina Zürcher, Nadine Rieder, Selina Rychiger, Lisa Mumenthaler, Coach Tanja Santschi und Coach Mara Fabiana Grassi) einfachren konnten, kam es am Samstag Abend zum Halbfinale. In einem spannenden Spiel setzten sich die Swiss Cup Siegerinnen aus dem Seeland mit 9-6 durch.


Riesige Freude bei den neuen Schweizermeisterinnen (Foto: © Céline Stucki Photography)

Das Finalspiel zwischen Lausanne-Olympique Gstaad und Biel-St. Gallen war ein hin und her. Das Team von Sarah Müller führte nach zwei Steals mit 2-0 bevor Suter's Team nach 5 Ends das Ruder auf ihre Seite zum 3-2 zog. Gestohlene Steine für die Bielerinnen in den Ends sieben und acht brachten die Vorentscheidung. Lausanne verkürzte im neunten End mit einem Zweierhaus auf 5-6 und baute im letzten End eine gute Möglichkeit für einen Steal in der Mitte auf. Doch Sarah Müllers letzter Stein blieb im Vierfuss liegen und bringt den Biel-St. Gallerinnen den ersten Schweizermeistertitel. Das Bronzespiel zwischen Interlaken-Bern und Baden-Limmattal schien früh entschieden. Ein Viererhaus für die Bernerinnen im vierten End brachte den Spielstand auf 6-2. Doch die Luft bei den Limmattalerinnen war noch lange nicht draussen. Sie verkürzten nach dem neunten End auf 6-7 und forderten nochmal ein gutes End der Bernerinnen. Der letzte Stein von Xenia Schwaller war eine knappe Steinbreite zu lang und somit musste Fabienne Rieder ihren letzten Stein nicht mehr spielen - Bronze für Bern-Interlaken.


Bronze für Interlaken-Bern (Foto: © Céline Stucki Photography)

Bei den Junioren qualifizierten sich die drei besten Teams der Saison Glarus Belvédère AM (Marco Hösli (Skip); Philipp Hösli; Justin Hausherr; Jannis Spiess; Marco Hefti (Coach) und Rolf Hösli (Coach)), Lausanne Olympique 1 (Anthony Petoud; Jan Klossner (Skip); Pablo Lachat; Theo Kurz; Patrik Loertscher (Coach) und Kevin Froidevaux (Coach)) und Basel 1 (Noé Traub (Skip); Gregory Müggler; Kim Schwaller; Linus Imfeld; Bastian Wyss (Coach) und Benno Arnold (Coach)) frühzeitig für die Playoffs. Spannend wurde es im Kampf um den vierten Platz. Solothurn-Biel (Jan Iseli), Wallisellen (Thomas Freitag) und Zug 1 (Dean Hürlimann) kämpften in den letzten beiden Runden am Freitag um diesen Platz. Nach Runde 6 und der Niederlage von Solothurn-Biel gegen Glarus war klar, der Sieger im Direktduell Wallisellen gegen Zug würde den letzten Playoffplatz erhalten. Mit zwei Dreierhäusern im vierten und achten End sicherten sich die Zuger dieses Ticket.


Die beiden Schweizermeisterteams - Biel-St. Gallen und Lausanne Olympique 1 (Foto: © Céline Stucki Photography)

Die Page-Playoffspiele am Samstagmittag waren beide früh entschieden. Im 1vs2 gewann Glarus mit 8-3 gegen Lausanne und im 3vs4 siegte Basel 9-3 gegen Zug. Fehlte die Spannung in diesen beiden Spielen, so entschädigte das Halbfinale allemal. Lausanne ging zwar früh in Führung dank einem Dreierhaus im zweiten End, doch Basel kämpfte sich in der Folge zurück. Nach 9 Ends war die Partie wieder ausgeglichen, das Recht des letzten Steines allerdings bei den Romands. Der letzte Freeze von Basels Noé Traub geriet ein paar wenige Zentimeter zu tief und liess der Nummer 4 von Lausanne Anthony Petoud einen schwierigen Peel auf einen halb versteckten Stein. Petoud nutzte seine Chance und qualifizierte Lausanne für ihren zweiten SM-Final in Folge.


Nach dem Stein zum Titel - Nr. 4 Anthony Petoud von Lausanne Olympique (Foto: © Céline Stucki Photography)

Das Finalspiel verlief ähnlich wie das 1vs2-Spiel. Glarus zeigte eine hervorragende Leistung und führte nach 8 Ends mit 7-4 - die Partie schien entschieden. Doch ein perfektes Ends von Lausanne und ein paar unerwartete Fehlsteine der Vize-Weltmeister von 2019 brachten Spannung zurück in die Partie und bescherten dem Team von Jan Klossner die Chance auf ein Viererhaus. Petoud (Lausanne) platzierte seinen letzten Stein ins Haus und Lausanne übernahm erstmals in diesem Final die Führung. Jetzt war die Spannung förmlich greifbar. Center- und Corner-Guard vor dem Haus, Steine im Haus - das Spiel konnte auf beide Seiten kippen. Mit einem perfekten Freeze als letzten Stein zwangen die Lausanner die Glarner auf einen Draw fürs Zusatzend. Marco Hösli zeigte keine Nerven und sicherte Glarus den Punkt zum Ausgleich. Im Zusatzend spielten die Glarner dann wieder ein perfektes End. Die Situation vor Petouds letztem Stein schien fast unlösbar - Glarus lag mit drei Steinen Shot, dabei mit einem Stein auf dem Dolly hinter zwei Center-Guarden. Doch Anthony Petoud zeigte erneut seine Fähigkeiten - mit einer perfekten Länge und 0.1 cm Platz zwischen der Guard und dem gespielten Stein gelang dem Lausanner der Tapback zum Sieg und zum Schweizermeistertitel. 


Bronze für Basel! (Foto: © Céline Stucki Photography)

Und auch das Bronzespiel verlief extrem spannend. Basel und Zug gestanden sich 8 Ends lang nur jeweils einen Stein zu, bevor das Team von Noé Traub im neunten End drei Steine stehlen konnte. Doch Dean Hürlimann's Zug konterte mit einem Dreierhaus zurück und erzwang das Zusatzend. In diesem gelang Traub mit dem letzten Stein der Take-Out souverän und somit erkämpften sich die Basler die Bronzemedaille.


Hat alles im Griff und im Einsatz an allen Fronten - OK-Präsident Stefan Maurer (Foto: © Céline Stucki Photography)

SWISSCURLING möchte allen Teams herzlich zu ihren starken Leistungen gratulieren. Wir möchten uns auch bei allen Coaches, Betreuern und Eltern für die Unterstützung der jungen Athleten bedanken, ohne welche sie unserem Sport nicht so nachgehen könnten. Ein ganz grosser Dank gilt dem OK-Team der Curling SM in Adelboden um Präsident Stefan Maurer, welche in einer schwierigen Situation mit ihrem leidenschaftlichen Einsatz eine gelungene Meisterschaft unter perfekten Bedingungen bereitstellen konnten. 

Rangliste Juniorinnen

Rangliste Junioren